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Rohes Holz lackieren

Wenn Sie rohes Holz lackieren wollen, d.h. Holz, das noch nie einen Anstrich gesehen hat, dann gehen sie folgendermaßen vor:

Holz lackieren bei rohem – noch nicht bearbeitetem Holz

Wenn Sie rohes Holz lackieren wollen, gehen Sie bei der Vorbereitung anders vor als bei schon lackiertem. Das Abschleifen des alten Lackes fällt natürlich weg. Dafür sollten Sie das Holz schleifen bevor Sie es lackieren.

1. Untergrund vorbereiten

  • Schleifen Sie das Holz als erstes glatt. Eine Schritt für Schritt Anleitung dafür finden Sie hier unter -> Holz schleifen – so klappt´s. Für Lackierungen reicht in der Regel für den feinsten Schliff 180er Körnung aus.
  • Verschließen Sie im Anschluss schadhafte Stellen im Holz. Falls Sie deckende Farbe zum Lackieren verwenden wollen, reicht hierfür ein Lackspachtel. Lackieren Sie mit Klarlack, sollten Sie Holzspachtel in einer passenden Farbe verwenden.
  • Eine Alternative für Holzspachtel ist Korrekturwachs. Korrekturwachs ist geeignet für mechanisch nicht beanspruchte Stellen oder sehr feine Löcher und Risse. Anschließend verschleifen Sie die überschüssige Spachtelmasse oder ziehen diese mit einer Zugklinge ab.

2. Mit Klarlack Holz lackieren

Wollen Sie ihr Werkstück mit Klarlack lackieren, so fällt die sonst übliche Grundierung weg. Ihr Klarlack wird zur Grundierung.

  • Für den ersten Anstrich lohnt es sich, den Klarlack ein wenig zu verdünnen, damit er besser in das Holz einzieht und so eine stabilere Oberfläche erzeugt.
  • Welches das richtige Lösungsmittel ist und wie stark Sie den Lack verdünnen können, entnehmen Sie bitte den Hinweisen auf Ihrer Lackdose – das variiert von Lack zu Lack doch recht stark.
  • Tragen Sie Jhren Klarlack mit Pinsel, Rolle oder Spritzpistole auf und lassen Sie ihn laut Anweisung durchtrocknen. D.H. nicht nur staubfest oder grifffest. Sonst besteht die Gefahr, dass Sie die Lackschicht beim zweiten Anstrich wieder anlösen. Was Ihnen garantiert keinen Spaß machen würde.
  • Je nachdem welches Holz Sie lackieren wollen, kann die Trocknungszeit stark von der Herstellerangabe abweichen. So brauchen Hölzer wie Mahagoniesorten teilweise 50% mehr Zeit zum Durchtrocknen als einheimische Hölzer wie Erle, Birke oder Esche.

Als Faustregel gilt:

Je härter und inhaltsstoffreicher ein Holz ist, desto länger braucht ein Lack zum richtigen Aushärten.

  • Schleifen Sie den Lack nach dem Trocknen mit 320er Schleifpapier in Maserrichtung an. Mit der Maser schleifen – ganz wichtig – denn damit verhindern Sie hässliche Kratzer im Holz, die sich nur mühsam bis gar nicht wieder glätten lassen.
  • Anschließend entstauben Sie ihr Werkstück gründlichst – sonst haben Sie beim drauf folgenden Anstrich mit Lack mit Holzstaub zu kämpfen.
  • Dann erfolgt der zweite Anstrich mit unverdünntem Lack. Falls Sie mit dem Ergebnis noch nicht zufrieden sind, schleifen Sie die Lackschicht noch einmal wie gehabt an und bringen einen dritten Anstrich auf.

3. Mit Farblack Holz lackieren

Verfahren Sie beim Lackieren mit deckendem Farblack wie hier unter -> Holz lackieren nach Lack entfernen beschrieben –  siehe speziell Punkt drei und vier.


Bildquellen:

Holz lackieren – rohes Holz @ Rainer Sturm  / pixelio.de

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