Fenster streichen und zwar richtig

Fenster streichen macht was her

Die Fenster streichen, ob man will oder nicht, steht immer mal wieder an. Tipps für Farbe und Anstrich – damit Sie nicht ständig neu Ihre Fenster streichen müssen. 

Lackierte Holzfenster müssen in regelmäßigen Abständen neu gestrichen werden, wenn sie auf Dauer ihre Schönheit behalten sollen. Aber alle zwei Jahre will man denn doch nicht so viel Aufwand treiben.

Sicher, eine materialgerechte Pflege von Holzfenstern ist die wichtigste Voraussetzung für ihre Funktionalität und eine lange Haltbarkeit. Sprich: Dass Ihre Fenster dicht sind, ordentlich schließen und natürlich auch schön und einladend ausschauen.

Und das heißt beim Streichen von Fenstern vor allem, dass die neue Farbe erstmal einen haltbaren, sauberen und trockenen Untergrund bekommt.

Fenster streichen – Schritt für Schritt

Da frisch gestrichene Fenster während des Trocknens geöffnet sein müssen, sollten Sie Ihre Fenster nicht im Winter bzw. in der Heizperiode streichen.

Faustregel Nummer eins: Holzfenster im Sommer (oder wenn es ein goldener warmer Herbst ist, auch noch im Frühherbst) streichen.

Faustregel Nummer zwei: Zuerst muss der alte Lack ab -> Lack entfernen. Insbesondere für den Fall, dass sich der Lack vergangener Jahre schon Schicht für Schicht auf dem Rahmen stapelt.

Auch wenn – wie Sie wie zum Beispiel hier diskutiert: alte Holzfenster aus Merantiholz, deren braune Lasur regelmäßig aufgefrischt wurde, immer dunkler mit den Jahren geworden sind, empfiehlt es sich, die alten Schichten zu entfernen und durch eine neue Farbabdeckung zu ersetzen.

Für den Fall, dass die Fenster noch nicht lackiert sind, lackieren Sie Schicht für Schicht -> Holz lackieren.

Aber welche Farbe nimmt man nun am besten?

Fenster streichen – auf die richtige Farbe kommt es an

Altes Fenster

Altes Fenster – streichen lohnt sich nicht unbedingt

Das hängt halt davon ab. Der jeweilige Einsatzbereich stellt unterschiedliche Anforderungen an die Farbe.

Während im Innenbereich unter Beachtung der Verträglichkeit mehr auf die Optik geachtet wird, sind im Außenbereich wegen der wechselnden Witterungsbedingungen schützende Farben vorzuziehen, zum Beispiel wegen ihrer UV- und Wetterbeständigkeit.

Bei Innenfarben gibt es unterschiedliche Glanzgrade von glänzend bis stumpfmatt, die für den Spiegelungseffekt entscheidend sind.

Wichtig ist auch das Deckvermögen einer Farbe, das in vier Klassen eingeteilt wird, sowie die Nassabriebbeständigkeit, die die früheren Unterteilungen in scheuerbeständig und waschbeständig ersetzt.

Eine weitere Überlegung beim Fensteranstrich sollte über die Verwendung von Kunstharzanstrichen oder alternativ Anstrichen mit Ölfarben entscheiden:

Während Kunstharzfarben bei kürzerer Haltbarkeit leichter und schneller zu verarbeiten sind, dauert der Anstrich mit Ölfarben länger, was sich durch höhere Deckungsdichte und längere Haltbarkeit auszahlt.

Wenn das Ganze zu aufwändig wird, sollten Sie vor der Renovierung ggf.  auch über die Anschaffung neuer Fenster nachdenken.

Komplett neue Fenster machen sich gerade bei schon verrotteten oder undichten Fenstern auf Sicht durchaus direkt bezahlt. Fachkundigen Rat bekommt man hierzu bequem im Internet, z. B. bei Sorpetaler.

5 Tipps für Ihre Fenster – damit der Anstrich passt

Damit die Holzfenster nach dem Anstrich langfristig zu einem Blickfang werden, ist es wichtig, folgende Arbeitsschritte in der richtigen Reihenfolge einzuhalten:

  1. Zur Vorbereitung müssen immer alle losen Altanstriche mit Hilfe einer Drahtbürste oder mit grobem Schleifpapier entfernt werden. Dann wird das Holz mit 240er-Schleifpapier aufgeraut. Wichtig ist auch, das Staub- und Fettreste vor der weiteren Bearbeitung gründlich entfernt werden.
  2. Um einen optimalen Schutz gegen Witterungseinflüsse zu gewährleisten, der gleichzeitig feuchtigkeitsregulierend wirkt, ist vorab ein Grundanstrich erforderlich, was sich auch bezüglich Kantenabdeckung, Verlauf und Schleifbarkeit positiv auswirkt.
    Zu empfehlen ist , den Grundanstrich zunächst durch Aufbringen eines Holzgrundes, z. B. aus Kunstharz, vorzubereiten. Nach dem Trocknen muss wieder abgeschliffen und von Staub befreit werden.
  3. Um eventuell noch vorhandene Unebenheiten auszugleichen, sollte vor dem endgültigen Anstrich auf dem grundierten Holz ein Voranstrich gemacht werden. Hierzu bietet sich beispielsweise ein unverdünnter Fenstergrund auf Kunstharzbasis an, der anschließend auch wieder mit Schleifpapier aufgeraut und entstaubt werden muss.
  4. Zum Abschluss ist es ratsam, vor dem Endanstrich noch einen Zwischenanstrich durchzuführen, um die Wirkung der Farbe bestmöglich zur Geltung zu bringen. Während es sich bei weißen Fenstern empfiehlt, Lack auf Kunstharz- oder Wasserbasis zu verwenden, kommt eine farbige Optik am Besten durch den Anstrich mit fertig abgetönten Buntlacken zur Geltung.
  5. Ein letzter Tipp: Um nach dem Streichen der Fensterrahmen saubere Ränder zurück zu erhalten, sollten die Scheiben durch Klebeband geschützt werden, dass rechtzeitig vor dem Abtrocknen der Farbe entfernt werden muss.

Bildquellen:

Titel – Fenster streichen @ Rainer Sturm – Pixelio.de
Fenster streichen und lackieren @ Jürgen Fälchle – Fotolia.com
Altes Fenster aus Holz © goldpix – Fotolia.com