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Feuerstelle im eigenen Garten selber bauen

Eine Feuerstelle kann natürlich auch ein Lagerfeuer werden

Gemütlich um ein Feuer im Freien gemeinsam träumen und singen.

So ein Feuerchen übt eine ganz besonders magische Wirkung auf einen aus. Wenn man sich gemeinsam mit den Lieben um die wärmende Kraft der lodernden Hölzer gesellt, dann strahlen die Sterne ganz besonders glänzend über diesen schönen Moment. Wird der Abend dann noch mit Gitarrenmusik und heiterem Gesang erhellt, dann klingen die Herzen in einem ganz besonderen Rhythmus und die Flammen wärmen ganz besonders.

Die Feuerstelle im eigenen grünen Reich

Mit der Feuerstelle im eigenen grünen Reich ist das so eine Sache. Sie kann so viele Dimensionen, Formen und Eigenarten annehmen – da sind die Grenzen nur in der eigenen Fantasie. Etwas Inspiration kann man beispielsweise im Feuerschalen-ABC im Internet tanken, in welchem zahlreiche Abbildungen zu Feuerschalen gezeigt werden.

Doch für das eigene wärmende und pochende Herz im Garten, gibt es die ein oder andere Grundregel, die es zu beachten gilt. Denn eine kleine Feuerkuhle für ein einmaliges Lagerfeuer unterscheidet sich erheblich von einer dauerhaften Feuerstelle, um die man sich jedes Wochenende gesellt.

Wo die Flammen sicher lodern

Feuerstelle und Topf

Feuer im Topf- auch eine brauchbare Lösung.

Wo die eigene selbst konstruierte und gebaute Feuerstelle auch lodern soll, der Platz ist entscheidet. Ist er windgeschützt? Sind leicht entflammbare Gegenstände in unmittelbarer Nähe? Wie sieht es mit Hecken, Bäumen und trockenem Blätterwerk aus?

Ist das Plätzchen sicher, darf man sich anschließend fragen, wie man um diese Stelle eine gemütliche und einladende Sitzecke gestalten kann. Auch für diese hat die Feuerstelle im eigenen Garten Platz zu spenden. Auch bietet es sich an, die Feuerstelle auf einem möglichst flachen Ort anzulegen.

Die Feuerstelle auf die Schnelle

Wer am Nachmittag mit der Idee eines Lagerfeuers für das abendliche Zusammensein mit den Freunden überrascht wird, der kann dies in nun wenigen Schritten zaubern. Was man dazu benötigt? Eine Schaufel oder kurzen Spaten, einige größere Steine und ein bis zwei Hände Kieselsteine. Alles bereit? Auf die Plätze, … fertig … los! Stecken Sie nun eine kleine Fläche ab.

Diese kann bis zu 10 cm ausgehoben werden. Die Kieselsteine können als Grundfläche dienen. Nun können die größeren Steine als Umrandung um das ausgehobene Loch gelegt werden. Wird nun das Feuerholz platziert, kann in wenigen Minuten ein kleines Feuerchen im Garten entflammt werden.

Gemauert geht auch

Wer ein wenig mehr Zeit und Kreativität in seine Feuerstelle investieren möchte, der kann über eine gemauerte kleine Feuerstelle nachdenken. Diese Feuerstellen sind bereits ein wenig aufwendiger und auch anspruchsvoller in der Gestaltung.

Auch die ‚Zutaten‘ sind ein klein wenig umfangreicher. Was Sie dazu benötigen? Ein Bild vor Augen … und dann entsprechend die Materialien, die sich aus Steinen, wie Ziegeln und Ziersteinen, Spachtel und Mörtel, Spaten, Kieselsteine, Schnüre, Stock, Schnur und Sprühfarben zusammensetzen. Jetzt geht es an die Detailplanung.

Zuerst wird die Stelle für das gemauerte Feuerchen ausgemessen und mit Schnur, Stock und Co abgesteckt.

Hier können Sie sich entscheiden, ob sie eine runde oder eine eckige Feuerstelle im Garten bevorzugen möchten. Sind die Schnüre gespannt kann die Fläche bis zu 10 cm tief ausgehoben werden.

Auch in diese Aushebung werden die Kieselsteine als Grundfundament gelegt. Nun können die Zier- und Ziegelsteine in dekorativem Stil um die ausgehobene und abgesteckte Feuerstelle gelegt und gemörtelt werden.

Mörteln und stapeln sie so lange weiter, bis die Mauer eine für sie ansprechende Form und Höhe erreicht hat. Nun darf der Mörtel noch trocknen und schon können die ersten Hölzer in dem kleinen Feuerwunderwerk erglühen und Wärme spenden.

So einfach kann es bereits mit der eigenen Feuerstelle im Garten sein.

Wer es wissen möchte …

… der darf sich gerne an eine Feuerstelle für den Profi wagen. Das sind die ganz kniffligen Feuerstellen. Hier baut man mit Zeit, Geduld und einem festen Bild vor Augen. Die Feuerstellen sind für den längeren Gebrauch und können daher auch als Mehrzweck Ofen verwendet werden. Doch darüber hat man sich vor der Planung und Anfertigung Gedanken zu machen.

Bei den längerfristigen Konsolen gilt es über das richtige Material, den Verwendungszweck und viel mehr nachzudenken. Auch wenn man gerne ein Würstchen grillt oder eine Pizza backt, kann die Feuerstelle für den Profi diese Elemente enthalten. Hier heißt es auch bei der Planung darüber nachzudenken.

Das Loch für die Profifeuerstelle wird übrigens bis zu 30 cm ausgehoben. 10 cm reichen meistens nicht aus, schließlich soll das Feuerchen ordentlich entfacht werden. Wird das Loch hingegen zu tief ausgehoben, haben die Flammen Schwierigkeiten beim Atmen und sich Entfalten. Der Durchmesser wirkt sich auch auf die Tiefe aus.

Wichtig ist, dass der Grund der ausgehobenen Kuhle mit einem feuerfesten Stein ausgelegt wird. So wird das Feuer kontrolliert gehalten, ohne dass die Gefahr eines unkontrollierten Ausbreitens entsteht. Hier kann der Heimhandwerker und Feuerstellengestalter zu Bruchsteinen, Pflastersteinen oder Klinkersteinen greifen.

Zum Ausfüllen der entstehen Innenräume kann einfacher Sand oder ein Gemisch aus Sand und Erde genutzt werden. Für die, die auf Nummer sicher gehen möchten, kann der Mörtel bereit gestellt werden. Die Naturmaterialien zum Lückenfüllen sind aber auch genüge.

Wenn die Feuerstelle steht …

… die Frage nach dem Brennholz im Kopfe schwebt.

Wenn Holz nicht gleich Holz ist … dann runzelt sich die Stirn auf dem Gesicht des Feuerstellenbauers. Doch es stimmt. Das eine Holz eignet sich besser als ein anderes. Zum Entzünden eines Feuers wird zu Weichholz geraten. Hasel, Kiefer, Fichte und Lärche haben einen ganz besonderen Duft. Damit die Funken noch besser springen, kann geschmackvolles Material wie Farnkraut, Tannennadeln oder trockenes Laub zum Entzünden verwendet werden.

Damit die Flammen auch möglichst lange Wärme spenden, wird später zu Harthölzern gegriffen. Deren Struktur macht das Holz als solches besonders dich, schwer und fest. Dadurch brennt es gleichmäßig und langsam ab. Wenn es um einen angenehmen Duft geht, dann wird zu Weißdorn, Eiche oder Esche gegriffen.

Jetzt aber noch die Frage, wo das Brennholz für den eigenen Garten zu organisieren ist. Hier kann man in den Holzhandel und Baumarkt fahren oder sie Hölzer beim Waldspaziergang auf Arme und Schultern stapeln. Doch aufgepasst! Das Material hat trocken zu sein.

Frischem Holz wird aus guten Gründen eine weniger gute Brennqualität nachgesagt im Vergleich zu gut abgelagertem (2-3 Jahre) trockenem Holz. Für den Ofen im Haus gilt das auf alle Fälle. Aber auch für ein Feuerchen im Garten erzeugt frisches Holz eine ganze Menge Qualm, der das gemütliche Beisammensein durchaus stören kann.

Damit die Flammen lange lodern

Die Feuerstelle macht sich richtig schick im eigenen Garten, oder nicht? Es ist gar nicht so einfach die Feuerscheite richtig zu stapeln, dass sich die Glut entfachen kann und als lodernde Flammen auf die Hölzer überspringen. Damit das Holz auch sicher brennt, so hält man es am besten immer im Auge.

Hier kann man auch seine Kinder beaufsichtigen, diese fühlen sich mit der Aufgabe und Verantwortung sicher geschätzt. Ein kleines Eimerchen an Wasser oder Sand für den Notfall sorgt ebenfalls für ein Mehr an Sicherheit.

Fegt ein ordentlicher Wind durch den Garten und die Feuerstelle scheint ungeschützt zu sein, so sollte das Feuer ebenfalls nicht entzündet werden. Auch sind brennbare und leicht entzündliche Gegenstände aus unmittelbarer Feuerquelle zu entfernen.

Fazit: Feuerstelle im Garten selber bauen

Die Möglichkeiten sind zahlreiche und vielfach. Ob ein Feuerchen für den Abend und auf die Schnelle oder ganz ausgeklügelte Grill-, Ofen- und Flammenstationen – die eigene Feuerstelle kann man sich auf jeden Fall im eigenen Garten selber bauen.

Hier ist man auch frei bei der Wahl der Steine, Materialien und Farben. So kann man die Feuerstelle optimal in die Gegebenheiten des eigenen grünen Reiches einfließen lassen.

Denn in einer schönen Feuerstelle liegt auch ein gewisser Charme, Eleganz und eben das Auge fürs Detail. Viel Spaß beim Verwirklichen dieses kleinen Traumes.

Bildquellen:
@ Fotoworkshop4You / pixabay.com
@ JarkkoManty / pixabay.com

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