Igel im Garten – so können Sie den Igeln helfen

Igel im Garten - in Eile wie es aussieht.

Igel im Garten – in Eile wie es aussieht.

Über einen Igel im Garten freuen sich die meisten Gartenbesitzer. Denn Igel sind nicht nur beliebt, sondern auch sehr nützlich. Aber einen Igel im Garten heimisch zu halten, braucht schon ein wenig Action. Denn Igel gehören in Deutschland inzwischen zu den gefährdeten Tieren.

Igel im Garten sind beliebte Mitbewohner

Ein noch junger Igel im Garten

Ein noch junger Igel im Garten

Hören Sie manchmal Spätabends oder in der Nacht ein Rascheln oder ein merkwürdiges Pfeifgeräusch auf Ihrer Terrasse oder im Garten? Dann ist wahrscheinlich ein Igel auf Futtersuche.

Die einheimischen Igel kennt jedes Kind. Das Stachelkleid macht die Tiere unverwechselbar. Dazu kommt, dass die Igel uns Menschen weder bedrohen noch panisch vor uns  fliehen. Deshalb kann ein Hobbygärtner die putzigen Gesellen oft gut beobachten.

Legenden und Mystisches rund um den Igel

Igel übten schon von immer eine Faszination auf uns Menschen aus. Rund um die Tiere haben sich zahlreiche Mythen gebildet, die sich zäh bis heute halten. So berichtete beispielsweise Plinius der Ältere, geboren 24 nach Christus, dass Igel sich am Rücken wälzen und mit den Stacheln Obst aufspießen und dieses dann in ihre Nester tragen.

Was natürlich nicht stimmt, denn erstens sind Igel keine Vegetarier und zweitens legt der Igel keinen Wintervorrat an. Igel schlafen während der kalten Jahreszeit und ihre Speisekammer ist das eigene Körperfett.

Vielleicht haben Sie in Ihrem Garten schon einmal beobachtet, dass sich ein Igel genussvoll an Ihre Äpfel, Pflaumen oder Birnen heranmacht. Aber nein, der Igel frisst das Obst nicht, er ist nur an den anhaftenden Würmern und Insekten interessiert.

Igel in der Literatur

Aufgrund seiner Beliebtheit begegnet uns der Igel in der Literatur als schlaues, liebes und sympathisches Tier. Sicher kennen Sie die Fabel vom Wettrennen zwischen dem Igel und dem Hasen.

Die Gebrüder Grimm schrieben „Hans mein Igel“ und Jean de la Fontaine beschrieb in seiner Fabel die Hilfsbereitschaft des Igels, der einem Fuchs zu Hilfe eilte.

Wilhelm Busch schrieb das Gedicht „Bewaffneter Friede“ und die Liste könnte man noch beliebig fortsetzen. Christian Morgenstern, Eugen Roth und noch zahlreiche andere Dichter widmeten den stacheligen Freunden ein literarisches Werk.

Igel passen sich den Menschen an

Igel sind gefährdete Tiere und werden in 16 deutschen Bundesländern zu den bedrohten Tierarten gezählt. Trotzdem ist die Chance einen Igel im Garten zu sehen größer als vor 50 Jahren. Der Grund dafür ist, dass die Igel Kulturfolger geworden sind.

Ihr ursprünglicher Lebensraum wurde von uns Menschen zerstört. Die Igel passen sich dieser neuen Situation an und nutzen unseren Garten als neuen Lebensraum.

Gestalten Sie Ihren Garten freundlich für Igel

Wir neigen dazu, unsere Gärten viel zu sehr aufzuräumen und zu pflegen. Frei nach dem Motto „Ordnung muss sein“. Dabei vergessen wir jedoch auf die Bedürfnisse der Wildtiere.

Gestalten Sie Ihren Garten naturnah. Igel fressen Würmer und Insekten, die mitunter eine Plage für Pflanzen werden. Davon profitieren nicht nur viele Tierarten, sondern auch wir Menschen. Und schließlich wollen vermutlich auch Sie, dass die nächsten Generationen die Vielfalt der Natur erleben können.

Was können Sie als Hobbygärtner und Heimwerker für die Igel tun?

  • Hecken pflanzen
  • keine Flächenversiegelung
  • einheimische Pflanzen setzen
  • kein Gift im Garten
  • nicht jedes Unkraut entfernen
  • biologisch düngen

Bauen Sie Unterschlüpfe für die Igel

DIY – das macht Spaß und gleichzeitig erleichtern Sie das doch oft mühsame Leben unserer Igel.

Reisighaufen mit Plane
Errichten Sie in einer ruhigen Gartenecke einen Haufen mit viel trockenen Laub, Reisig und Ästen. Über diesen Haufen spannen Sie eine Plastikplane und befestigen Sie diese mit großen Steinen. Um den Igel vor Fressfeinden zu schützen, tarnen Sie die Plane wieder mit Reisig.

Alter Weidenkorb
Igel sind bescheidene Tiere. Zum Nisten reicht ein alter Weidenkorb, den Sie mit einer Plastikfolie auslegen und mit Laub befüllen. Darüber kommt wieder eine Plane und Reisig.

Ein Zuhause aus Steinen
Mit alten Ziegel- oder Pflastersteinen bauen Sie Sie eine luxuriöse Igelburg. Als Dach dient eine Steinplatte. Je dicker die Steine, desto besser ist die Wärmedämmung. Machen Sie die Igelburg wind- und wasserdicht, indem Sie viel Erde darüber schaufeln und diese fest anklopfen.

Ein Holzhaus für die Igel
Aus alten Holzbrettern entsteht ein Igelhaus. Das Holzigelhaus sollte ungefähr 50 Zentimeter lang, 60 Zentimeter breit und rund 40 Zentimeter hoch sein. Errichten Sie ein abnehmbares Dach, damit Sie das Haus einmal jährlich reinigen können. Auf das Dach nageln Sie eine Dachpappe.

Gefahren im Garten

Verletzungen oder Todesfallen für Igel können Sie vermeiden, wenn Sie Ihren Garten mit den Augen des Igels betrachten.

Die häufigsten Igelfallen sind:

Bildquellen:

© Alexas_Fotos auf Pixabay (beide Bilder)

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