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Richtig verkabelt, ordentlich sortiert und verstaut

Elektriker am Werke - na, ob das wohl funzt?

Elektriker am Werke – na, ob das funzt?

Wer einen Neubau plant, hat einiges dabei zu berücksichtigen und eine Menge an Arbeit steht an. An so vieles muss gedacht werden und sehr viele grundlegende Entscheidungen müssen gefällt werden.

Wiederum ist es auch eine tolle Möglichkeit, alles optimal den eigenen Bedürfnissen und Ansprüchen angepasst gestalten zu können.

Diese Chance hat man immer Grunde nicht so oft, schon gar nicht, wenn man in bestehende Häuser oder Räume zieht, wo Dinge schon fest gegeben sind und sich vielleicht gar nicht oder aufwendig verändern lassen.

Verkabelung des Hauses planen

Kabelbaum für das Haus

Kabelbaum – so soll er aussehen

Bei einem Neubau lässt sich bis zu einem gewissen Zeitpunkt, nämlich solange Sie noch in der Planungsphase sind, theoretisch alles noch verändern. Vorausgesetzt, Sie planen sorgfältig und treffen alle anstehenden Entscheidungen rechtzeitig.

Bei einem neu zu erbauenden Bauwerk werden unter anderem auch die Weichen für die benötigte bzw. die gewünschte Technik gestellt.

Wenn der Rohbau steht, sollten dann auch spätestens die Entscheidungen für alles was mit Kabeln bzw. Verkabelung zu tun hat, getroffen sein. Wer beispielsweise über PCs, Telefone, TV- oder Faxgeräte verfügen will, sollte dafür sinnvolle Stellen im Haus aussuchen.

Denn Fakt ist, dass ansonsten etwaige Fehler bei der Planung sich noch viele Jahre später unangenehm aus wirken können. Als Hausbauer sollten Sie also immer darauf achten, dass die benötigten Netzwerkkomponenten so angelegt werden, dass sie später auch noch mit wenig Aufwand getauscht werden können.

Sprich an alles was verkabelt werden soll, denken – gleich von Anfang an!. Beispielsweise werden Geräte wie Router oder Switche eher im Heimbereich selten fest verbaut. Meistens stehen sie doch frei in einem Regal oder Schrank. Man kann Sie natürlich auch auf Putz an einer Wand montieren.

Wie Sie Kabel ordentlich sortiert verlegen

Damit Kabel generell ordentlich sortiert verstaut werden können und später auch ein Austausch oder ein Ergänzen von Kabeln möglich ist, sollten im ganzen Haus, oder auch zum Beispiel in neuen Büroräumen, Leerrohre oder auch entsprechende Kabelkanäle verlegt werden. Dabei kann man Kabelkanäle auf und unter Putz montieren. Hier gibt es verschiedenen Möglichkeiten an Formen, Materialbeschaffenheit und Farben.

Das richtige Kabel wählen

Hier ist es natürlich essentiell zu wissen, wo welche Kabel zum Einsatz kommen sollen. Das sollte bei der Planung vorher unbedingt bedacht werden. Denn die Kabel sind nicht alle gleich, sondern unterscheiden sich je nach Verwendung, Dicke und auch Spannung welche durch sie hindurchfließt.

Gerade wenn es um die Verkabelung im Arbeitsumfeld geht, muss mitunter auch damit gerechnet werden, dass höhere Spannungen durch den Kabelbaum fließen – dem entsprechend gilt es in solchen Fällen immer auch, Standards in Sachen Arbeitssicherheit und Brandschutz besonders zu fokussieren.

Zu unterscheiden gilt es Kabel für Aktoren und Sensoren

Zu den Aktoren können Steckdosen, Lampen, elektrisch betriebene Jalousien gehören. Es handelt sich also hierbei immer um Geräte, wo die elektrische Energie in eine andere physikalische Größe umgewandelt wird.

Bei den folgenden Geräten sollte man jeweils ein separates Kabel legen:

  • Bei jeder elektrischen Jalousie
  • Bei jeder Lichtquelle in einem Raum (beispielsweise Stehlampe, Wandlampe, Deckenfluter)

Zu den Sensoren – die man auch Aufnehmer, Fühler oder Detektoren nennen kann – gehören beispielsweise Rauchmelder, Bewegungsmelder, Fensterkontakte, Temperaturfühler oder Feuchtigkeitsmesser. Für all das ist die Verkabelung im Haus ein wichtiger Faktor. Je nachdem für welches System man sich hier entscheidet, gibt es auch unterschiedliche Vorgehensweisen und auch unterschiedliche Kabel.

So wird für ein KNX-System ein spezielles BUS-Kabel empfohlen. Man kann aber auch alle Sensoren mit einem Twisted-Pair-Netzwerkkabel versehen. Dafür sollte es

  • eine schnelle Kommunikation ermöglichen,
  • zukunftssicher sein,
  • einen höheren Kupferquerschnitt und somit geringeren Spannungsabfall haben,
  • und datenfähig und lange haltbar sein.

Wer diese und weitere grundsätzliche Überlegungen in die Konzeption seiner Hausverkabelung mit einbezieht, sorgt auf sinnvolle Art und Weise für die Zukunft vor. Zudem steht auf diese Art und Weise einer sauber geordneten Hausverkabelung ohne Wirrwarr nicht mehr im Wege.

Bildquellen:

Stefan Bayer / pixelio.de
Georg Schierling / pixelio.de

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