Feine oder grobe Körnung – was man über Schleifpapier wissen muss

grobe Körnung - feine Körnunge - oder mittlere - für jeden Arbeitsschritt das richtige Schleifpapier

grobe Körnung – feine Körnunge – oder mittlere

Schleifpapier sowohl für feine als für grobe Körnung sollte zur Grundausrüstung jeder guten Werkstatt gehören. Schleifpapier wird für das Abtragen von Oberflächen und dem Brechen von Kanten verwendet. Das weiß vermutlich jedes Schulkind.

Doch nicht jeder weiß, wie wichtig es ist grobe Körnung von feiner zu unterscheiden. Doch Sie sollten besser nicht versuchen, für jede Schleifaktion dasselbe Schleifpapier zu verwenden. Damit würden Sie sich viel zu viel Arbeit machen. Oder aber Rillen in das Holz oder was auch immer Sie schleifen wollen, ziehen.

Wussten Sie zudem, dass Schmirgelpapier eigentlich gar nicht aus Papier besteht? Und haben Sie sich schon einmal gefragt, was überhaupt die aufgedruckten Zahlen bedeuten, welche auf der Rückseite zu finden sind.

Die wichtigsten allgemeinen Informationen

grobe Körnung oder mittlere? - Für jeden Arbeitsschritt das richtige Schleifpapier wählen

grobe Körnung oder feine? – Für jeden Arbeitsschritt das richtige Schleifpapier wählen

Schleifpapier ist ebenfalls unter dem Namen Glas-, Sand- oder Schmirgelpapier bekannt. Der Name „Sandpapier“ stammt daher aus einer Zeit, als die Körnung noch zum Großteil aus Sand bestand. Heutzutage besteht Schleifpapier hauptsächlich aus Körnern, die künstlich hergestellt werden und eine besonders hohe Härte besitzen. Daher lässt sich das eine oder andere Schleifpapier sogar für den Nassschliff verwenden.

Das moderne Schmirgelpapier wird zudem nach einer bestimmten Norm (DIN 69100) hergestellt Daher können Sie nicht nur Hölzer, sondern ebenfalls Metalle, Lacke und Kunststein mit diesem „Papier“ bearbeiten. Und es gibt Schmirgelpapier auch in unterschiedlichen Formen, etwa in Bogenform, Klett oder zum Kleben.

Das beste Schleifpapier finden

Wenn Sie auf der Suche sind nach einem Schleifpapier sowie speziell Schleifgeräten sind, die Sie bei Ihren Heimwerkarbeiten benötigen, sollten Sie sich vorher immer ausführlich in verschiedenen Tests informieren. Dafür gibt es zahlreiche Websites, auf denen Sie alle möglichen Geräte vergleichen können. Denn Sie brauchen für das Schleifen ja nicht nur das Schleifpapier, sondern auch die passenden Werkzeuge bzw. Schleifmaschinen.

Welche Körnung sollte für welche Arbeiten verwendet werden?

  1. Eine grobe Körnung liegt zwischen 40 und 120 und wird für den ersten Anschliff von sämtlichen Holzoberflächen verwendet. Somit lassen sich sämtliche Kratzer, Unebenheiten und Oberflächen allgemein begradigen. Zudem ist die grobe Körnung besonders für Renovierungsarbeiten geeignet, um etwa Tapeten von Decken und Wänden zu entfernen. Es lässt sich also eine große Anzahl von Material in einer relativ geringen Zeit abtragen.
  2. Die mittlere Körnung liegt zwischen 150 und 180. Wenn Sie beispielsweise ein Holzstück lackieren, können Sie damit unmittelbar nach dem Abschließen des Schleifvorganges beginnen. Zudem eignet sich diese Körnung besonders, um den ersten Anschliff bei Metallen vorzunehmen und sämtliche Lackreste zu entfernen.
  3. Die feine Körnung beträgt 220 bis 360 und lässt die Oberfläche vollständig glatt werden, sodass sich das Material optimal ölen oder wachsen lässt. Der Wert einer feinen Körnung kann bis zu 4000 annehmen, um einen hohen Feinschliff bei Lacken oder Metalloberflächen zu erzielen.

Die einzelnen Schichten eines Schleifpapiers

  1. Die unterste Schicht stellt das Trägermaterial dar, dies besteht je nach Verwendungszweck aus Leinen, Vulkanfiber oder Papier. Diese Schicht ist besonders leicht zu falten sowie zuschneiden und ist sehr biegsam. Sollten Sie hingegen mit einer Maschine schleifen, wird häufig Stoffgewebe verwendet, da dies um einiges widerstandsfähiger ist und auch höheren Belastungen standhält.
  2. Auf die Trägerschicht wird ein Klebstoff aufgelebt, welche den Grundbinder darstellt. Bestandteil dieses Grundbinders ist im Regelfall Kunstharz oder Hautleim und sorgt dafür, dass die einzelnen Schleifkörner am Trägermaterial hängenbleiben.
  3. Die dritte und wichtigste Schicht ist die Schleifkörner. Diese bestehen ebenfalls aus vielen unterschiedlichen Materialien und unterscheiden sich dabei maßgeblich in der Härte. Bestandteile sind etwa Diamant, Siliziumcarbid, Aluminiumoxid oder Bornitrid.
  4. Die letzte Schicht stellt der Deckbinder dar, welcher über den Schleifkörnern liegt. Er sorgt für den festen Halt zwischen den einzelnen Körnern. Dabei wird beim ersten Anschliff dieser Deckbinder von der Oberfläche auf die Schleifkörner abgetragen, sodass diese daraufhin frei liegen.

Bildquellen:

©  Detmold / pixabay_com (beide Bilder)

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