Die Fassade reinigen: Vom Profi oder selbst gemacht

Die Fassade links mal putzen?

Die Fassade links mal putzen?

Im Frühjahr ist es mal wieder Zeit, die Fassade zu reinigen. Besonders wenn demnächst ein Neuanstrich durchgeführt werden soll, muss vorher alles blitzsauber sein. Aber auch zwischendurch, besonders bei einem hellen Anstrich, wundert man sich nach getaner Arbeit über das Ergebnis einer Reinigung. Wie auch bei anderen Arbeiten am Haus, stellt sich aber bald die Frage: Selber machen oder einen Fachmann beauftragen? Hier ein paar gute Gründe, um die Entscheidung zu erleichtern.

Was braucht´s, um die Fassade zu reinigen?

Diese Fassade von Fachwerkhäusern zu reinigen ist besonders aufwändig

Diese Fassade von Fachwerkhäusern zu reinigen ist besonders aufwändig

Für die Fassadenreinigung braucht es nicht viel: Ein gutes Reinigungsmittel und ein Hochdruckreiniger, mehr ist meist nicht von Nöten.

Beides hat man im Haus, nur dass ein guter Anteil der Fassade außerhalb der begrenzten Reichweite des Reinigungsgerätes liegt. Eine Verlängerung als Aufsatz ist meistens nicht vorhanden, und wenn der örtliche Werkzeugverleih das Teil nicht anbietet, muss es angeschafft werden.

Das kann um 100 Euro kosten, und schon stellt sich die Frage, ob eine solche Investition lohnend sein kann. Denn eine Reinigung der Fassade wird nicht unbedingt in jedem Jahr durchgeführt, und die Verlängerung liegt dann jahrelang unbenutzt nur herum. Der Profi verfügt aber mit Sicherheit über die notwendigen Werkzeuge.

Hochdruck hat Strahlkraft

Für den Laien ist aber noch das ein oder andere zu beachten. Unbedingte Vorsicht ist geboten bei den Fugen zwischen den Klinkern. Denn den Strahl eines Hochdruckreinigers sollte man nicht unterschätzen, und besonders bei älteren Gebäuden ist schnell die Fuge im Wasserstrahl zerbröselt.

Die Reinigung einer Wand aus Beton sollte mit einem speziellen Reinigungsmittel für Fassaden durchgeführt werden. Dies enthält aber Phosphorsäure, und die muss gesondert entsorgt werden. Wird diese gesetzliche Vorgabe nicht beachtet, drohen hohe Geldstrafen, und die Ersparnis durch Eigeninitiative löst sich schnell in Luft auf.

Reinigung durch den Fachmann

Soll die Fassade über mehrere Stockwerke gereinigt werden, wird es für den Heimwerker ohnehin problematisch. Zwar ist eine Leiter meist im Inventar vorhanden, doch das Sturzrisiko ist einfach zu hoch. Elektrische Geräte sollten nie auf Leitern verwendet werden, und das gilt auch für den Hochdruckreiniger. Der Stand auf einer Leiter ist einfach zu unsicher, um ohne Risiko arbeiten zu können.

Bei einem hohen Gebäude sollte also auf jeden Fall eine geeignete Firma gerufen werden, dessen Mitarbeiter dann auch gleich Fenster und Elemente der Fassade auf Hochglanz bringen können. Eine gute Reinigungsfirma kennt sich zudem gut aus mit besonders zu behandelnden Oberflächen wie etwa Naturstein.

Auch der Experte nimmt nur Geld

Die entstehenden Kosten einer gründlichen Reinigung für die Fassade setzen sich im Wesentlichen aus drei Komponenten zusammen.

  • Zunächst ist die Größe der Fläche entscheidend, die Sie reinigen lassen wollen.
  • Gesonderte Konditionen berechnet der Fachmann für das Material der Oberfläche.
  • Und schließlich ist der Verschmutzungsgrad und -typ (Staub, Algenbewuchs) entscheidend.
  • Bei der Reinigung des kompletten Gebäudes kommen dann noch die Kosten für die Einrüstung oder eine Hebebühne mit hinzu.

Die Reinigung von Aluminium ist meist preiswerter, weil der Aufwand geringer ausfällt. Wollen Sie nur die Fassade vor einer Wohnung reinigen lassen, entstehen Kosten im dreistelligen Eurobereich. Die Reinigung eines kompletten Gebäudes mit einer Pfosten-Riegelfassade kommt aber deutlich teurer. Hier wird ein vierstelliger Eurobereich fällig, ein stolzer Preis für die Sauberkeit.

Kosten und Nutzen gut abwägen

Bevor Sie die Entscheidung fürs Selbermachen oder den Profi holen treffen, sollten Sie im Internet zunächst die Preise einholen. Pauschalpreise sind bei Fassadenreinigern nicht unüblich, die Forderungen unterscheiden sich aber meist erheblich. Und schließlich sollten Sie auch die Eigenleistung als Alternative immer mit bedenken. Denn auch hohe Kosten garantieren nicht unbedingt optimale Ergebnisse.

Und wenn Sie dann vielleicht das Ergebnis mit der von Ihnen selbst ausgeführten Reinigung vom letzten Jahr vergleichen, können nicht auch mal Zweifel am Sinn und Zweck von vierstelligen Ausgaben aufkommen.

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© Rainer Sturm  / pixelio.de

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