Ratgeber Holz spalten, stapeln und trocknen

(Aktualisiert am 17. April 2021)

Holz spalten kann sich zu einem richtigen Hobby entwickeln.

Holz spalten kann sich zu einem richtigen Hobby entwickeln.

Für ein schönes, gemütliches Feuer in Ihrem Kamin- oder Kachelofen brauchen Sie Brennholz. Es sollte passend geschnitten, ausreichend trocken und qualitativ hochwertig sein. Sie können es im Baumarkt kaufen, bei lokalen Anbietern beziehen oder Sie machen Ihr Brennholz selbst. Dann ist unser Ratgeber „Holz spalten“ für Sie wie gemacht.

Holz spalten mit der Spaltaxt

Am einfachsten spalten Sie Holz mit einer sogenannten Spaltaxt. Sie wiegt ca. 2,5 kg und hat einen langen, geraden Stiel. Eine Spaltaxt eignet sich man vor allem für leichtes Fichtenholz. Hartholz spalten Sie mit einem Spalthammer. Er hat einen deutlich schwereren Kopf mit breitem Keil.

Um Holz zu spalten, sollten Sie einen Keil verwenden. Früher arbeitete man mit Eisenkeilen, wegen der Splittergefahr werden heute Aluminiumkeile verwendet.

Das Holz zum Trocknen richtig stapeln.

Stapeln Sie die Scheite mit möglichst wenig Zwischenräumen und richten Sie sie gerade aus.

Stellen Sie das Holzstück sicher auf den Hauklotz. Spalten Sie den Stamm durch den Kern. Setzen Sie Ihren Keil möglichst senkrecht auf einen Riss, der zum Kern läuft und klopfen ihn leicht in das Holz. Dann schlagen Sie mit der breiten Seite der Spaltaxt auf den Keil und spalten so den Stamm. Kleinere dünne Holzstücke spalten Sie direkt mit der Axt.

Tragen Sie Schutzkleidung, Helm, Handschuhe und Sicherheitsschuhe. Arbeiten Sie rückenschonend. Mit einem Sappie holen Sie kurze Stämme einfach heran, ohne sich zu bücken. Ihr Hauklotz hat die passende Höhe, wenn die Oberkante des zu spaltenden Holzstückes auf Hüfthöhe ist.

Holz spalten für den Kamin zu Hause

Für einen Kaminofen oder einen kleineren Ofen genügt ein Holzspalter mit ca. 52 cm Spaltweg und 25 cm Durchmesser. Mit einem liegenden Holzspalter können Sie auf einem Tisch arbeiten. Sie sind gut für den Transport geeignet und lassen sich an verschiedenen Orten einsetzen. Liegende Holzspalter mit Untergestell können Sie auch ohne Tisch verwenden.

Stufenlose Einstellung der Hublänge und ein automatischer Rücklauf ermöglichen zügiges Arbeiten. Das Holz wird auf einen Schlitten gelegt, der Elektromotor schiebt das Holz gegen den Keil, das Holz wird gespalten. Ihre Spaltkraft von 6 bis 7 Tonnen ist für den Privatgebrauch ausreichend.

Holzspalter für Profis

Für den professionellen Einsatz eignen sich Holzspalter mit einer größeren Spaltkraft. Hierbei gibt es verschiedene Antriebsarten, welche ein Arbeiten im Wald ohne Stromzufuhr ermöglichen. Weitere Informationen zu Holzspaltern finden sie u.a. auf der Seite von Vielitz.

Achten Sie bei Ihrem Gerät auf hohe Standsicherheit, eine verwindungssteife Stahlkonstruktion und eine sichere Zweihand-Bedienung. Auch bei der Arbeit mit einem Holzspalter gilt: immer feste Schuhe und Sicherheitskleidung anziehen.

Stehende Holzspalter gibt es mit Strom oder Benzinmotor. Sie eignen sich für Stämme bis zu 135 cm und einem Durchschnitt von 40 cm – das ist von Gerät zu Gerät unterschiedlich. Größere Standkonstruktionen haben eine Spaltkraft von 9 Tonnen und mehr. Der Stamm wird aufrecht eingespannt, der Keil fährt herunter und spaltet das Holz.

  • Schneiden Sie die Holzscheite auf eine gute Größe für Ihren Ofen.
  • Vergessen Sie nicht einige kleine Hölzer für das Anfeuern.
  • Sehr kleine, trockene Scheite verbrennen sehr schnell.

Wie lange muss Brennholz trocknen?

Brennholz sollte maximal 20 % Restfeuchte haben. Buche und Birke können in einem schönen Sommer in einem Jahr abtrocknen. Die Restfeuchte können Sie mit einem Feuchtigkeitsmesser feststellen. Sie können auch auf einer Seite des Holzscheits etwas Spülmittel aufzutragen und dann mit einer Pumpe oder einem Kompressor Luft durch das Holz blasen. Bilden sich Luftblasen, ist das Holz trocken. Sehr trockenes Holz klingt hell, wenn man es aneinanderschlägt. Feuchtes Holz klingt dumpf.

Brennholz stapeln

Wenn Sie Brennholz zum Trocknen stapeln, brauchen Sie einen überdachten Platz, – einen Schuppen, ein Vordach oder Sie verwenden eine ausreichend große Blechplatte. Ein Dach ist sehr wichtig, denn Regen von oben läuft in den kompletten Stapel. Das Holz kann nicht mehr austrocknen, verliert an Heizwert und fängt an zu stocken. Regen von der Seite ist kein Problem. Die Nässe dringt nicht tief in den Stapel und wird durch den Wind schnell abgetrocknet.

Stapeln Sie nasses Holz zum Trocknen an einer Wand auf, achten Sie auf gute Luftzirkulation. Stapeln Sie mit Abstand zum Boden und der Wand. Sie können als Unterlage zwei sogenannte Holzriegel (dünne Pfosten) auf Pflastersteine legen, dann bekommen Sie genügend Abstand zum (feuchten) Untergrund. Auch eine stabile Palette ist möglich, der Holzstapel hat viel Gewicht.

Als seitlich Begrenzung können Sie Rundholzstangen verwenden. Stapeln Sie die Scheite mit möglichst wenig Zwischenräumen und richten Sie sie gerade aus, damit der Holzstapel keinen “Bauch” bekommt. Neigt er sich trotzdem nach vorne, dann klopfen Sie ihn mit einem Holzscheit gerade. Schieben Sie ab und zu ein Holzscheit nach hinten bis zur Wand durch, dann kippt der Stapel nicht nach hinten.

  • Haben Sie viel Brennholz, dann schreiben Sie das Datum auf den Stapel. So wissen Sie, wie alt das Holz ist.
  • Richten Sie – wenn möglich – den Holzplatz so aus, dass er den ganzen Tag von der Sonne beschienen werden kann.
  • Beschweren Sie die Blechplatte mit schweren Holzstücken oder Pflastersteinen.

Fazit Holz spalten, stapeln und trocknen

Ein Kachel- oder Kaminofen kann sich zu einem richtigen Hobby entwickeln. Schon die Vorbereitungen (Brennholz organisieren, spalten, stapeln), nehmen Zeit in Anspruch. Viele Kaminofenbesitzer entdecken ihre Begeisterung für die Arbeit mit dem lebendigen Holz. Ein Stapel Brennholz vor dem Haus macht stolz – und das Feuer wirkt doppelt gemütlich.

Bildquellen:

kete_ auf Pixabay / Uwe Wagschal auf pixelio.de

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