Der richtige Bodenbelag – 4 Tipps fürs Verlegen

Schöne Holzböden sind oft der genau richtige Bodenbelag

Schöne Holzböden gehören zu den aktuellen Trends für Wohnräume.

Der richtige Bodenbelag ist entscheidend, wenn es darum geht, sich im eigenen Heim wohlzufühlen. Bei der Wahl des Bodens sind sowohl praktische als auch ästhetische Kriterien ausschlaggebend.

Bei Feuchträumen wie Küche oder Bad empfehlen sich zum Beispiel feuchtigkeitsresistente Bodenbeläge. In den Wohnräumen stehen dagegen Komfort und Robustheit im Vordergrund. Egal, für welchen Boden Sie sich entscheiden: Wenn Sie Freude dran haben wollen, muss er fachgerecht verlegt werden. Vermeiden Sie die häufigsten Fehler mit Hilfe der folgenden Tipps.

Tipp 1: Stimmen Sie den Bodenbelag auf den Wohnraum ab

Fliesen sind zum Beispiel der richtige Bodenbelag für Fußbodenheizung.

Ob modern oder im Retro-Look: Fliesen und Natursteinböden eignen sich besonders für den Einsatz mit Fußbodenheizung.

Bevor Sie die Entscheidung für einen bestimmten Bodenbelag treffen, sollten Sie sich genau überlegen, was für Ansprüche dieser im Raum erfüllen soll. So sind zum Beispiel nicht alle Fußböden mit einer Fußbodenheizung kompatibel.

Wenn Sie Haustiere oder Kinder haben, sollten Ihre Böden generell robust und leicht zu reinigen sein.

In stark frequentierten Räumen wie dem Flur empfiehlt sich zudem ein anderer Bodenbelag als im Wohnzimmer.

Um die Wohnräume besonders gemütlich zu gestalten, zahlt es sich aus, aktuelle Wohnzimmer-Trends zu recherchieren.

Jeder Boden verfügt über spezielle Eigenschaften und eine eigene Optik. Welchen Belag Sie auswählen, hängt letztendlich von Ihren individuellen Ansprüchen ab. Der richtige Bodenbelag ist in jedem Fall auch von angemessener Qualität.

Je nach Raum sollte er optisch passen und die speziellen Ansprüche dieses Raumes erfüllen.

Tipp 2: Bereiten Sie den Untergrund vor

Um den neuen Boden professionell verlegen zu können, brauchen Sie einen passenden Untergrund. Der Untergrund muss unbedingt sauber und eben sein. Untersuchen Sie zunächst den bestehenden Untergrund, um festzustellen, ob dieser sich für den neuen Bodenbelag überhaupt eignet.

Handelt es sich um Estrich, Beton, Holzdielen oder einen Steinboden? In jedem Fall müssen Sie den bestehenden Boden zunächst einmal gründlich reinigen.

Eventuell ist es notwendig, den alten Bodenbelag zu entfernen. Dies kann sich bei verklebten Parkett- oder Vinylböden als kompliziert erweisen, da Sie sämtliche Kleberückstände beseitigen müssen, bevor Sie neu verlegen können.

Manchmal ist es möglich, den neuen Boden direkt auf dem alten anzubringen. Beachten Sie aber, dass Sie bei einem verklebten Untergrund-Boden den neuen Bodenbelag nur schwimmend darauf verlegen können. Denn der Klebstoff des neuen Bodenbelags könnte unverträglich mit dem Boden darunter sein.

Prüfen Sie dann, ob der Boden eben ist. Bei groben Unebenheiten müssen Sie den Untergrund mit einer Ausgleichsmasse nivellieren, bevor Sie den neuen Bodenbelag darauf verlegen können.

Tipp 3: Beachten Sie die Aufbauhöhe des Belags

Bei der Auswahl Ihres Bodens kommt es auch auf dessen Aufbauhöhe an. Denn nicht jede beliebige Höhe lässt sich in jedem Raum verlegen. Parkett und Laminat sind zum Beispiel in unterschiedlichen Aufbauhöhen erhältlich.

Bei Vinyldielen kommt es darauf an, ob diese massiv sind oder über einen HDF- oder MDF-Träger verfügen.

Massive Vinylböden haben den Vorteil einer niedrigen Aufbauhöhe. Das erspart Ihnen unter Umständen das Abschleifen der Türen, die bei einem dickeren Bodenbelag nicht mehr richtig öffnen würden. Bei massiven Holzdielen hingegen müssen Sie die Türen und Zargen wahrscheinlich anpassen, da Dielen eine besonders große Aufbauhöhe haben.

Prüfen Sie außerdem, ob Sie für Ihren gewählten Boden eine Trittschalldämmung oder eine Dampfbremse benötigen – diese erhöhen den Aufbau zusätzlich.

Sollte es große Höhenunterschiede zwischen den Böden in verschiedenen Räumen geben, dann lassen sich diese mit einem Übergangsprofil ausgleichen. Bei einem gut geplanten Neubau ist es außerdem möglich, den Estrich in der Höhe für den späteren Bodenbelag anzupassen.

Tipp 4: Wählen Sie den richtigen Bodenbelag für den Einsatz mit Fußbodenheizung

Eine Fußbodenheizung ist behaglich und spart Energiekosten. Jedoch ist nicht jeder Bodenbelag für die Verwendung mit einer Fußbodenheizung optimal.

Da bei dieser Heizungsart die Wärme von unten durch den Boden aufsteigt, empfehlen sich besonders Bodenarten mit guten Wärmeleitungseigenschaften.

Der richtige Bodenbelag für eine Fußbodenheizung sind Keramikfliesen und Natursteine. Wer eine warme Holzoptik bevorzugt, ist mit Eiche oder Nussbaum gut beraten. Aber auch einige Tropenhölzer stellen gute Wärmeleiter dar.

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2 Kommentare zu "Der richtige Bodenbelag – 4 Tipps fürs Verlegen"

  1. Ferdinand Schneider | 22. Mai 2018 um 13:45 |

    Sie sagen, dass der Untergrund passen muss, um einen neuen Boden zu legen. Dem stimme ich zu. Mein Onkel hat kürzlich den neuen Boden in seinem Haus auf den Boden gelegt, ohne sorgfältig zu prüfen, ob alles in Ordnung ist. Jetzt ist der Boden nicht eben. Sie sagen auch, dass es manchmal notwendig ist, das Substrat zu ersetzen. In welchen Fällen ist dies der Fall?

  2. Ich möchte den Teppich aus dem Wohnzimmer entfernen und durch Vinylböden austauschen. Einiges möchte ich selber durchführen um Kosten zu sparen, so wie Sie sagen, den Untergrund vorzubereiten. Die Aufbauhöhe des Belags zu beachten ist auch ein sehr guter Rat, da Vinylböden die ich in Betracht ziehe, tatsächlich massive sind, also laut Ihres Artikels niedrig sind.

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