Welcher Klebstoff für welches Material & welchen Klebstoff brauch ich wirklich in der Werkstatt?

Welcher Klebstoff für welches Material - in dem Fall wohl Silikonkleber

Welcher Klebstoff für welches Material – in dem Fall wohl Silikonkleber

Welcher Klebstoff für welches Material ? – die Frage muss man sich natürlich stellen als Hobby Handwerker. Man will ja nicht alles mögliche in seiner Werkstatt rumstehen und eintrocknen haben. Tja, welchen Klebstoff braucht man wirklich? Und für was?

Fliesen, basteln oder reparieren: Ohne Klebstoff wäre der Heimwerker bei den unterschiedlichsten Vorhaben aufgeschmissen. Trotzdem ignorieren viele Hobby-Bastler beim Einsatz bestimmter Klebstoffsorten die Unterschiede. Wissen Sie zum Beispiel, wann Sie lieber zum Alleskleber greifen und wieso Sekundenkleber in der Werkstatt trotzdem nicht fehlen darf?

Welcher Klebstoff für welches Material

Welchen Klebstoff braucht man wofür?

Welchen Klebstoff braucht man wofür?

Wer in einem riesigen Sortiment an Klebstoffen den richtigen Kleber finden will, tut sich manchmal schwer. Ob Reparatur oder anderes Heimwerkeranliegen: Muss etwas verklebt werden, hängt die Wahl der richtigen Klebstoffsorte vor allem vom Material der Klebeelemente ab. Zu den wichtigsten Klebern zählen:

  • Holzkleber
  • Zwei-Komponenten-Kleber
  • Sekundenkleber
  • Heißkleber
  • Alleskleber
  • Kontaktkleber

Vorsicht: Wer meint, der Alleskleber könne tatsächlich alles verkleben, irrt. Gut ausgestattete Werkstätten beheimaten mindestens die genannten Klebstoffsorten, weil sie alle ihre Daseinsberechtigung haben.

Alleskleber – der Vielseitige

Obwohl Sie mit Alleskleber allein nicht alles verkleben können, bringt Sie diese vielseitige Klebstoffsorte zumindest beim Zusammenbauen kleinerer Elemente im Innenbereich weit. Der lösemittelhaltige Nassklebstoff ermöglicht eine gute Benetzung unterschiedlicher Materialien, eignet sich für Kunststoffe und Silikone aber nicht. Wegen seiner chemisch geringen Beständigkeit und der niedrigen Erweichungstemperatur bleibt die Anwendung auf den Innenraum begrenzt.

Holzkleber – der Aufnahmefähige

Als lebendige Materialien stellen Holzelemente an Klebstoffe Sonderanforderungen, weil sie sich bei Wärme ausdehnen und Kälte sie zusammenschrumpft. Holzklebstoffe können mit den Schub- und Scherspannungen lebendiger Materialien umgehen.

Falls Sie Holz mit einer anderen, ebenfalls saugfähigen Oberfläche verkleben wollen, bietet sich auch hierzu der Einsatz von Holzkleber an. Wichtig beim Verkleben ist konstanter Druck auf die Klebestelle. Außerdem ist eine Trockenzeit von mindestens 30 Minuten einzuhalten, damit sich die Elemente nicht wieder lösen.

Zwei-Komponenten-Kleber – der Starke

Sie wollen Materialien mit gänzlich unterschiedlichen Oberflächen verbinden? Soll Holz oder Textil beispielsweise an starren Oberflächen haften, setzen Sie einen Zwei-Komponenten-Kleber ein. Dasselbe gilt beim Verkleben zweier starrer Elemente, so beispielsweise aus Keramik, Metall oder Kunststoff.

In Zwei-Komponenten-Klebstoffen sind zwei voneinander getrennte Substanzen enthalten, die sich aus Monomeren, einem Harz und einem Härter zusammensetzen. Diese Elemente reagieren miteinander, wodurch Polymere entstehen. Sie müssen die beiden Komponenten des Klebers vor der Anwendung in bestimmtem Verhältnis mischen und beachten nach dem Kleben die temperaturabhängige Härtezeit.

Sekundenkleber – der Schnelle

Manchmal muss es Schlag auf Schlag gehen. Bei der Befestigung winziger Bauelemente zum Beispiel lassen sich die Einzelteile oft nicht in der vorgesehenen Konstruktionsweise einspannen und im geplanten Winkel festhalten kann man sie auch bloß über gewisse Zeit. Für solche Fälle bietet sich Sekundenkleber an, der mit Luftfeuchtigkeit reagiert und dadurch fast sekundenschnell aushärtet. Wenig geeignet ist diese Klebstoffsorte, falls Sie größere Flächen verkleben. Bei großflächigem Auftrag härtet die Substanz in der Regel aus, bevor Sie die Klebeteile arrangieren können.

Kontaktkleber – der Belastbare

Ihre Katze hat die Gummis aus den Fensterleibungen herausgekratzt? Zur Erneuerung wollen Sie wahrscheinlich neue Gummis verkleben. Als elastisches Material erfordert Gummi wie auch Schaumstoff und Leder einen Spezialkleber: nämlich den Kontaktkleber. Sie streichen beide Elemente mit dem Klebstoff ein und warten, bis das Lösemittel verdunstet. Anschließend führen Sie die Teile aufeinander und üben Pressdruck aus, bis sich der Kleber festigt. Die verklebten Stellen sind anders als bei vielen anderen Klebstoffen nach kürzester Zeit voll belastbar.

Heißkleber – der Lösemittelfreie

Heißkleber kennen Sie wahrscheinlich aus der Klebepistole, die sowohl beim Basteln als auch Reparieren zum Einsatz kommt. Der lösemittelfreie Klebstoff darin wird über die Raumtemperatur erhitzt, damit er sich verflüssigt. Anschließend geben Sie ihn im heißen Zustand auf Klebeflächen und warten ab, bis die Substanz abkühlt. Anders als die meisten anderen Klebstoffe eignen sich Heißkleber auch zur Anwendung auf porösen oder faserigen Oberflächen und gleichen Unebenheiten relativ problemlos aus.

Bildquellen Welcher Klebstoff für welches Material:

© Stefan Bayer  / pixelio.de
© erysipel  / pixelio.de

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