Was ist eine Osmoseanlage?

sauberes Wasser

Sauberes Wasser durch das Prinzip der Osmose.

Wenn man Osmose einfach erklärt hat, ist es auch nicht schwierig zu verstehen, was eine Osmoseanlage ist. Denn eine Osmoseanlage basiert, wie der Name sagt, auf dem Prinzip der Osmose – nur umgekehrt. So kann man, der Natur folgend, sauberes Trinkwasser selbst aus Urin gewinnen.

Sauberes Wasser zum Trinken

Ohne Wasser ist kein Leben auf unserer Erde möglich. Der Mensch besteht zu einem Großteil aus Wasser und dementsprechend muss der menschliche Körper auch viel von dieser Flüssigkeit aufnehmen. Wir alle sollten also sehr bewusst und sorgsam mit unserem Wasser umgehen.

Die Menschen entwickeln in der heutigen Zeit ein immer größeres Bewusstsein dafür, was sie zu sich nehmen. Auch, wenn es um das Trinken von Wasser geht.

Ein Thema ist mitunter, welches Mineralwasser aus dem Handel das Beste ist. Anderen ist es wichtig, das Sprudelwasser doch lieber selbst Zuhause zu erzeugen. Wieder andere bereiten das Wasser, welches sie trinken oder aus dem eigenen Leitungswasser auf.

Dafür gibt es einige Möglichkeiten. Sprudel erzeugt man mit den sogenannten Trinkwassersprudlern. Es gibt auch Geräte, mit denen man für kalkfreies Wasser sorgen kann. Eine Möglichkeit ist auch die sogenannte Osmoseanlage.

Osmose – einfach erklärt

Erklären wir erst einmal, was das ist. Denn für viele könnte der Begriff Osmose fremd klingen.

Als Osmose wird ein Vorgang bezeichnet, der in der Biologie überall anzutreffen ist. Durch ein Membran, z.B. Haut, Zellwand, Schale einer Frucht kann Feuchtigkeit ausgetauscht werden, ohne dass das biologische System, also die Zelle z.B. sich auflöst. Durchgelassen wird nur das reine Wasser, genauer gesagt die Wassermoleküle, nicht die Staubteilchen z.B. oder Keime.

Soweit der Vorgang, wie er sich in der Natur als sinnvoll entwickelt hat.

Osmose einfach erklärt: zwei unterschiedlich hoch konzentrierte Flüssigkeiten, durch eine Membran getrennt, setzen Osmose in Gang.

Osmose einfach erklärt: zwei unterschiedlich hoch konzentrierte Flüssigkeiten, durch eine Membran getrennt, setzen Osmose in Gang.

Nochmal Osmose einfach erklärt auf Technik allgemein bezogen: Als Osmose bezeichnet man die Wanderung von Lösungen durch eine halbdurchlässige Membran.

Dabei bewegen sich Teilchen von der Seite mit der höheren Konzentration zu der Seite mit der niedrigeren Konzentration.

Dieser Konzentrationsausgleich läuft so lange, bis beide Lösungen die gleiche Konzentration aufweisen.

Im Bild: Von links (hellblau) nach rechts (rot).

Im Bild ist auch gut zu sehen, dass die Flüssigkeitssäule gegen die Schwerkraft angehoben wird. Dadurch wird osmotischer Druck aufgebaut.

Was ist eine Osmoseanlage?

Die Osmoseanlage könnte man eigentlich als perfekte Hightech-Wasserfilteranlage für das Trinkwasser bezeichnen. Sie ist sogar recht weit verbreitet und zum Beispiel im Fachhandel für Wassertechnik zu bekommen.

Da es im Internet einige unterschiedliche Informationen zu finden gibt, kann dieser Artikel vielleicht einen verständlichen Überblick verschaffen. Das könnte den Menschen helfen, die darüber nachdenken, sich eine Wasserfilteranlage für das Trinkwasser anzuschaffen.

Eigentlich ist eine Osmoseanlage eine Umkehr-Osmoseanlage. Doch hat sich im allgemeinen Sprachgebrauch der Begriff Osmoseanlage eingebürgert. Man hört aber auch hin und wieder Bezeichnungen wie Umkehr-Osmosefilter oder auch Osmosefilter und noch Osmose Wasserfilter. Prinzipiell ist aber immer das Gleiche gemeint. Es geht immer um einen Wasserfilter, der mit dem Umkehrosmose-Prinzip arbeitet.

Von der technischen Seite aus gesehen könnte man sogar so weit gehen, die Umkehrosmoseanlage als ein kleines Wunderwerk zu bezeichnen. Ein gutes Beispiel ist dafür die Raumfahrt, wo mithilfe dieses Prinzips aus Urin wieder sauberes und trinkbares Wasser gewonnen werden kann.

Auch das Militär verwendet diese Wasserfilteranlagen, damit aus jedem dreckigen Wasser wieder ein reines und gesundes Trinkwasser hergestellt werden kann. Anhand dieser zwei Beispiele kann man schon gut erkennen, wie hoch die Leistungsfähigkeit der Osmoseanlage sein kann.

Das so gefilterte Wasser aus einer Osmoseanlage kann man für die unterschiedlichsten Dinge verwenden. Natürlich dafür, um besonders gutes Trinkwasser zu erhalten, aber auch beispielsweise für Aquarien, für die Bewässerung von Pflanzen oder auch zum Reinigen.

Im ungefilterten Leitungswasser können sich eine große Anzahl von gelösten Stoffen befinden. Wie hoch die Konzentration genau ist, kann man recht einfach mit einem sogenannten TDS-Messgerät herausbekommen.

Die Osmoseanlage kann das beste Verfahren bieten, solche Stoffe aus dem Wasser herauszufiltern. Die auf diese Art und Weise herausgefilterten Stoffe werden im Anschluss sofort aus der Osmoseanlage in das Abwasser geleitet.

Wenn man sich für solch eine Wasserfilteranlage interessiert

Wer sich für die Osmoseanlage interessiert, der sollte sich fragen, ob eine Wasserfilteranlage, nicht nur auf bestimmte Schadstoffgruppen spezialisiert sein, sondern auch Mineralien, Salze und Kalk aus dem Wasser entfernen soll. Wer das möchte, für den ist eine Umkehrosmoseanlage oder auch ein Destilliergerät eine Überlegung. Natürlich muss man sagen, dass trotz der recht guten Reinigungsleistung dieser Anlagen ebenso Nachteile haben könnten und auch nicht die absoluten perfekten Wasserfilter sind.

Die Vorteile und Nachteile der Osmoseanlage

Eine Destillation, die mit Strom betrieben wird, kann teurer sein als eine Osmoseanlage. Der Filtervorgang funktioniert hier einfach schneller. Es ist ebenso möglich, eine größere Menge Wasser zu filtern. Damit kann dann das Wasser für mehr Dinge verwenden. Zum Beispiel zum Kochen, Fenster putzen oder Geschirrspülen.

In einer Osmoseanlage wird das Wasser mit Druck durch eine sehr feine Membran gepresst. Das könnte man als einen für die Natur fremden Vorgang bezeichnen. Für manche spielt es eine Rolle zu wissen, ob dadurch irgendwelche energetischen Auswirkungen auf das Wasser vorgenommen werden.

Der Großteil der Osmoseanlage ist aus Kunststoff gefertigt. Auch die Osmose-Membran, besteht aus Kunststoff. Man kann davon ausgehen, dass dafür ein sehr sorgfältig ausgewählter Kunststoffe verwendet wird, der frei von Weichmachern ist. Aber eine hundertprozentige Sicherheit wird es sicherlich nicht geben, dass der Kunststoff nicht doch geringen Mengen an das Wasser abgeben kann. Allerdings ist das heutzutage natürlich generell ein schwieriges Thema.

© rony michaud auf Pixabay
© Johannes Schneider – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=50292017

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