Feuer im Garten✔️Worauf sollten Sie achten?

Ein Feuer im Garten schafft Gemütlichkeit.

Ein Feuer im Garten schafft Gemütlichkeit.

Ein offenes Feuer, zum Beispiel im Garten, übt auf Menschen wohl schon immer eine große Faszination aus.  Im eigenen Garten ist ein gemeinsames Lagerfeuer mit Freunden und Bekannten für viele ein einzigartiges Erlebnis. Feuer im Freien sorgt für eine knisternde und heimelige Atmosphäre. Dennoch gibt es dabei einige Dinge zu berücksichtigen. Dazu gehört vor allem die aktuelle Rechtslage in Deutschland und darüber hinaus entsprechende Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz der eigenen Sicherheit.

Feuer im Garten – Wie ist die aktuelle Rechtslage in Deutschland?

Grundsätzlich sind offene Feuer im eigenen Garten zwar erlaubt, laut dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) ist dafür jedoch eine Genehmigung bei der jeweiligen Stadt oder Gemeinde erforderlich. Das gilt für offene Feuer mit den folgenden Kriterien:

  • Das Feuer hat einen Durchmesser von mindestens einem Meter und ist unbefestigt.
  • Es findet in direkter Nähe zu Nachbarn oder anderen Gebäuden statt.

Neben den Vorschriften des Bundes gibt es noch die Immissionsschutzgesetze der einzelnen Bundesländer. Diese sind teilweise sehr unterschiedlich. Hier ist vor allem das Verbrennen von Gartenabfällen geregelt. Es empfiehlt sich, hier den Rat eines Experten einzuholen oder sich selbst einmal durch den entsprechenden Gesetzestext zu arbeiten.

Auf die Genehmigung zu verzichten, ist in der Regel keine gute Idee. Für das Entfachen eines Feuers ohne entsprechende Erlaubnis können je nach Bundesland Bußgelder in der Höhe von 2.500 bis 5.000 Euro fällig werden. Bei Verdacht auf Brandstiftung steigt die Strafhöhe sogar auf 50.000 Euro.

Welche Sicherheitsvorkehrungen sind zu treffen?

Feuer im Freien - am besten mit einem Feuerkorb

Feuer im Freien – am besten mit einem Feuerkorb

Grundsätzlich ist es nicht nur wichtig, dem Gesetzgeber zu entsprechen, sondern vor allem dafür Sorge zu tragen, dass bei dem Lagerfeuer niemand zu Schaden kommt. Aus diesem Grund sollten man vor allem die folgenden Punkte beachten:

  • Bei länger andauernder Trockenheit sollten niemand, und zwar unter keinen Umständen, ein Feuer im Garten anzünden. Bei entsprechendem Wind kann es zu einem Funkenflug kommen, der sich sehr rasch unkontrolliert verbreiten kann.
  • Auch wenn es noch so verlockend ist, das Feuer so schnell wie möglich in Gang zu bringen, sollte man auf den Einsatz von Brandbeschleunigern wie beispielsweise Benzin unbedingt verzichten. Die Gefahr einer unkontrollierten Flammenentwicklung ist einfach zu groß.
  • Sie sollten nur natürliche Materialien verbrennen, die keine giftigen Schadstoffe enthalten. Erstens belasten Gifte die Umwelt und zweitens gelangen die Giftstoffe in die Atemwege aller, die sich in der Nähe des Feuers befinden.
  • Die Umgebung sollte so feuerfest wie möglich sein. Innerhalb von drei Metern sollten sich keine brennbaren Gegenstände befinden.
  • Es sollte immer jemand damit beauftragt sein, das Feuer zu überwachen. Falls derjenige die Feuerstelle verlässt, sollte er immer eine entsprechende Vertretung benennen, damit das Feuer nie unbeobachtet lodert.
  • Für den Fall der Fälle sollte ein Feuerlöscher bereitstehen.
  • Falls sich ein Insektenhaus im Garten befindet, sollte das Feuer so weit wie möglich davon entfernt gezündet werden.

Welche Alternativen zu einem offenen Feuer gibt es?

Eine vernünftige Alternative zu einem unbefestigten Feuer stellt der Einsatz einer Feuerschale oder eines Feuerkorbes dar. Nicht nur, dass damit die behördliche Genehmigung entfällt, ist diese Art des Feuers im eigenen Garten darüber hinaus auch noch wesentlich sicherer.

Zu beachten ist dabei aber, dass das Feuer ausschließlich zur Wärmegewinnung oder zur Steigerung der Gemütlichkeit entfacht werden darf. Die Entsorgung von Abfällen auf diesem Weg ist nicht gestattet.

Für gemütliche Abende in romantischer Stimmung sorgt am besten eine knisternde Feuerschale 80 cm mit angeschweißten Stahlfüßen, die einen sicheren Halt bieten. Damit ist nicht nur dem Gesetz Genüge getan, auch der Boden im eigenen Garten wird so durch das Feuer nicht in Mitleidenschaft gezogen.

Auf die üblichen Sicherheitsvorkehrungen, die bei einem Lagerfeuer zu beachten sind, sollten Sie dennoch achten. Die Feuerschale sollte man auf jeden Fall auf in ausreichendem Abstand zu Häusern, Bäumen, Büschen und anderen brennbaren Materialien aufstellen. Am besten eignet sich ebener, feuerfester Untergrund zum Beispiel aus Sand oder Stein.

Um die Nachbarn nicht zu verärgern, sollten diese ein paar Tage vorher informiert werden. Im Idealfall ist das mit der Aufforderung verbunden, doch gleich selbst auf ein Gläschen vorbeizukommen und ebenfalls die romantische Stimmung zu genießen.

Bildquellen:

© Maurice Graf von flickr.com / Damian S. von flickr.com

Über den Autor

Handwerker Profi Tom
Von Hause aus Harfenbauer - was ein hohes Maß an Präzision verlangt und auch schult, entwickelt, produziert und verkauft Tom heute seine eigene Kollektion an Gartenmöbeln . Natürlich aus Holz.

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