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Terrassendach selber bauen

Terrassendach selbst bauen ist leichter als Sie vielleicht denken

Terrassendach selbst bauen – Schritt für Schritt

Ein Terrassendach bietet das ganze Jahr hindurch allerhand Vorteile, denn der Schutz eines Daches über der Terrasse hält nicht nur den Regen ab, sondern sorgt auch für ein angenehmeres Terrassenklima.

Ein Terrassendach begrenzt die Luftströmung im Außenbereich, wodurch es auf der Terrasse länger behaglich bleibt.

Außerdem ist es nicht notwendig, das Grillfest abzusagen, wenn sich ein Wetter zusammenbraut. Überdies kann die Terrasse während der Wintermonate als zusätzliche Lagerfläche verwendet werden.

Ein Terrassendach selber bauen ist ziemlich einfach. Wenn Sie Polycarbonat Stegplatten verwenden, ist eine besonders starke Konstruktion gewährleistet.

Schritt 1: Bestimmen Sie das Format des Daches

Bevor Sie anfangen können mit dem Terrassendach, muss das Format bestimmt werden. Hierbei sind drei Dinge ausschlaggebend:

  • Die Höhe der Fassade – Wichtig, wenn die hohe Seite gegen die Hausfassade aufgestellt wird
  • Flügeltüren nach außen öffnend – Bei einer zu steilen Böschung kann die Oberseite einer Flügeltüre das Dach oder die Konstruktion streifen
  • Die minimale Durchgangshöhe – Die Unterseite der Konstruktion sollte an der niedrigsten Seite nicht weniger als 2,20 m hoch sein.

Anhand dieser Kriterien können Sie das Format des Daches berechnen. Bestimmen Sie zuerst, wohin das äußerste Ende des Terrassendachs hinkommt (die niedrige Seite). Anschließend berechnen Sie, wie hoch die hohe Seite gegen die Fassade hinkommt. Das Dach muss ein Gefälle von ca. 5 Grad für den Regenwasserabfluss haben. Dies entspricht einem Gefälle von ca. 10 cm pro Meter.

Als Basismaterial verwenden Sie Pfähle von mindestens 6×6 cm, Balken von 7×17 cm (Fassaden- und Querbalken) und Balken 4,5×14,5 cm (Längsträger).

Schritt 2: Abstecken der Konstruktion

Wenn das Format des Terrassendaches bestimmt wurde, können Sie die Konstruktion abstecken. Am äußersten Ende (die niedrige Seite) wird das Dach unterstützt von mindestens drei Pfählen. Auf diese Pfähle kommt über die gesamte Breite des Dachs ein Querbalken. Bestimmen Sie den Ort, wo die Pfähle in den Boden kommen, und bohren Sie dafür mindestens 60 cm tiefe Löcher.

Danach muss der Fassadenbalken (hohe Seite) abgezeichnet werden. Diesen Fassadenbalken können Sie am besten mit Schlagdübeln an der Mauer befestigen. Wir empfehlen Ihnen, um pro 40 cm einen Dübel zu verwenden. Bohren Sie zuerst die Löcher in den Fassadenbalken, und zeichnen Sie anschließend die Bohrlöcher auf die Fassade ab. Bohren Sie dann die Löcher in die Fassade.

Schritt 3: Die Basiskonstruktion aufbauen

Das Konstruieren des Terrassendachs beginnt mit dem Aufstellen des Fassadenbalkens gegen die Mauer. Sorgen Sie dafür, dass der Fassadenbalken flach und waagerecht gegen die Fassade befestigt wird. Dann stellen Sie die Pfähle für die niedrige Seite in den Boden.

Für eine langlebige Konstruktion behandeln Sie die Unterseite der Pfähle mit Bitumen oder Beize. Sorgen Sie dafür, dass beim Aufstellen die Oberseiten der Pfähle in Linie liegen und dass diese Linie waagerecht verläuft. Sie können die Pfähle vorläufig mit Streben fixieren, danach gießen Sie die Bohrlöcher voll mit Betonmörtel.

Sobald der Betonmörtel ausgehärtet ist, kann die Konstruktion weiter aufgebaut werden.

Wenn die Pfähle stabil stehen, kann der vorderste Querbalken gelegt werden. Dieser Balken hat die gleichen Abmessungen wie der Fassadenbalken. Er wird mit dicken Schrauben von oben her auf die Pfähle geschraubt. Für die Stabilität muss der Querbalken auch mit Streben an den Pfählen befestigt werden.

Sie können sich auch für Metallwinkel entscheiden; diese sind weniger sichtbar als Holzstreben.

Jetzt können die Längsträger gelegt werden. Lassen Sie sich vom niedrigen Gewicht der Polycarbonat Stegplatten, die obenauf gelegt werden, nicht täuschen, denn die Konstruktion wird schwer belastet durch das Gewicht von Regenwasser und Schnee sowie durch die Windstärke.

Deshalb verwenden Sie einen Längsträger pro Laufmeter. Dazu kommen noch zwei Längsträger für jede Seite. Das bedeutet, dass für ein Dach von 4 Metern Breite insgesamt 6 Längsträger benötigt werden.

Die Längsträger werden mit Metallwinkeln (erhältlich in jedem Baumarkt) an den Fassaden- und Querbalken befestigt. Verwenden Sie stabile Schrauben mit einem Diameter von mindestens 4 mm und einer größtmöglichen Länge.

Schritt 4: Polycarbonat Platten befestigen

Polycarbonat Stegplatten sind sehr stark; nahezu unzerbrechlich. Faktisch sind diese Platten das stärkste Glied des ganzen Terrassendachs. Trotz der enormen Materialstärke lässt sich diese Platte aber leicht bearbeiten. Wir empfehlen Ihnen, eine Polycarbonat Stegplatte von mindestens 16 mm Dicke zu verwenden. Bei zahlreichen Webshops können Sie Kunststoffplatten auf Maß zuschneiden. Das Bohren der Schraubenlöcher ist aber noch nötig.

Legen Sie die erste Platte auf die Längsträger unter Berücksichtigung von 2 – 3 cm Abstand zwischen dem Rand der Stegplatte und der Mauer. Bohren Sie nun das erste Schraubenloch an der Seite der Stegplatte. Die Schraube muss in der Ecke auf den Fassadenbalken treffen. Befestigen Sie nun die erste Stegplatte mit einer Schraube. Nun können Sie die Platte auf die Konstruktion ausrichten.

Wenn die Platte gut liegt, bohren Sie das zweite Loch, auch wieder in der Ecke des Fassadenbalkens, und schrauben Sie die Platte mit der zweiten Schraube fest. Kontrollieren Sie genau, ob die Platte gut liegt, parallel zu den Längsträgern. Wenn dies der Fall ist, kann die Platte definitiv befestigt werden.

Verwenden Sie unter jedem Schraubenkopf eine breite Unterlegscheibe, auch Karosseriescheibe genannt. Drehen Sie die Schraube nicht zu fest an. Sobald die Karosseriescheibe fest gegen die Platte anliegt, ist die Schraube gut angezogen.

Beginnen Sie mit dem Schrauben am Fassadenbalken und anschließend an den Längsträgern. Arbeiten Sie von der Fassade an bis zur langen Seite, und befestigen Sie die Stegplatte pro 50 cm mit einer Schraube.

Schritt 5: Terrassendach vollenden und wasserundurchlässig machen

Um das Terrassendach wasserundurchlässig zu machen, ist es notwendig, dass Sie zwischen den Stegplatten ein H- Profil verwenden. Entlang den Seiten können Sie ein U- Profil anlegen, um zu verhindern, dass Feuchte und Schmutz in die Stegplatten geraten. Die U- Profile sind erhältlich im Baumarkt; für jede Plattendicke ist ein passendes Profil zu finden.

Es sind Profile mit Gummilaschen erhältlich, die für eine wasserundurchlässige Abdichtung sorgen. Wenn Sie Profile kaufen, die diese Ausführung nicht haben, dann müssen die Ränder entlang den Profilen zugekittet werden. Für das Zukitten müssen die Stegplatten gründlich entfettet werden.

Um Hineinregnen beim Fassadenbalken zu verhindern, muss ein sogenannter Wandanschluss gegen die Fassade angebracht werden. Hierfür sind verschiedene Produkte auf dem Markt. Sie können am besten ein L-förmiges Aluminium – Profil verwenden, das Sie mit Schrauben und Dübeln an der Mauer befestigen. Anschließend müssen die Ränder entlang der Mauer und der Stegplatte zugekittet werden.

Zum Schluss können Sie an der niedrigen Seite eine Dachrinne anbringen, denn ein Terrassendach fängt viel Regen auf. Mit Rinnenhaltern befestigen Sie die Dachrinne am Querbalken. Das Regenrohr können Sie ordentlich an einem der Pfähle befestigen.

Anschließend können Sie sich am selber gebauten Terrassendach erfreuen!

Ein Terrassendach selber bauen, lohnt sich!

Bildquelle:
@ kunststoffplattenonline.de

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