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Kirschholz / Kirschbaum

Die Kirsche ist ein Baum, den in Europa wohl jedes Kind kennt. Wobei es die Kirsche bei uns als wild wachsende Bäume und als Bäume mit süßen Früchten gibt. Wild – Kirschen und Zucht – Kirschen. Die Wildform hat kleinere Blätter und kleinere eher trockene, bittersüße Früchte. Sie ist für die Holzwirtschaft gänzlich uninteressant.

Die Zuchtarten der Süß- oder Vogelkirsche teilen sich in Europa in die Knorpelkirsche und in die Herzkirsche auf. Diese beschenken uns nicht nur mit leckeren Früchten, sondern liefern auch ein sehr begehrtes wertvolles Holz.

Ein – gezüchteter – Kirschbaum kann einen Stammdurchmesser von 60 cm erreichen und eine Höhe von bis zu 24 Meter. Solche Maße werden bei der Wildform nicht erreicht. Die Wildkirsche wächst meist als kleinerer Baum in Mischwäldern, kann aber auch selten Kirschbaum-Haine bilden.

Über Europa hinaus kommt die Kirsche bis in den Irak vor und hat dank Import auch Verbreitung in Amerika gefunden.

Eigenschaften des Kirschbaum Holzes

Das Holz der Kirsche ist mitteldicht und fest. Es trocknet schnell, kann sich beim Trocknen aber auch stark verwerfen. Das Gewicht nach dem Trocknen beträgt bei Kirsche etwa 610 kg/ qm.

Der Splint des Kirschbaums hebt sich meist sehr deutlich vom Kernholz ab. Je mehr das Holz altert, desto mehr egalisiert sich aber der Unterschied.

Die Farbe kann bei Kirsche stark variieren. Von einem helleren rotlichen Cremeton bis zu einem kräftigen und typischen rotbraun. Grade bei der europäischen Kirsche bzw. Kirschbaum kommen auch sehr dekorative grüne Adern im Holz vor.

Auch scheinen die Umweltbedingungen der europäischen Kirsche im Vergleich zur amerikanischen Kirsche dafür zu sorgen, dass die europäische Art lebhafter gemasert ist.

Aus irgendeinen Grund wird das europäische Kirschholz auch gerne als „Wildkirsche“ verkauft. Was wohl als Kaufanreiz gedacht ist, mich aber doch eher an aromatisierten Tee erinnert….

Die amerikanische Kirsche wird besonders gern zum Möbelbau genommen, da sie häufig astfreier und gleichmäßiger gemasert ist.
Trotz der deutlichen Maserung ist das Holz der Kirsche gleichmäßig dicht, was sie auch als Schnitzholz geeignet macht.

Kirschenholz bearbeiten

  • Ob es wirklich Kirschenholz ist kann man beim Bearbeiten riechen. Beim sägen oder bohren riecht Kirschenholz deutlich nach Kirsche.
  • Kirschholz lässt sich gut schleifen und polieren. Man erhält eine sehr samtige Oberfläche.
  • Kirschenholz nimmt Beizen gut an und lässt sich auch gut verleimen.
  • Nägel und Schrauben halten Kirsche problemlos. Vorbohren ist zumindest bei Schrauben aber ratsam.
  • Die amerikanische Kirsche lässt sich leichter hobeln als die europäische, da die europäische Kirsche meißt wilder gemasert ist und wechselwüchsige Stellen aufweist,  was auch bei noch so vorsichtigem Hobeln zu Ausrissen führen kann.
  • Die Kirsche ist auch gut zum Drechseln und Schnitzen geeignet.
  • Das Holz der Kirsche lässt sich recht formen und es eignet sich auch zum Dampfbiegen.
  • Noch eine Besonderheit: Kirsche dunkelt stark nach. Schon nach zwei Wochen lassen sich deutliche Unterschiede Zwischen frischen Flächen und älteren ausmachen.

Kirschenholz kaufen

Kirsche erhalten Sie in Form von sägerauhen Bohlen in jedem gut sortierten Holzhandel in den üblichen Stärken ab 26mm. Ferner ist es als Furnier und auch als Leimplatte verbreitet.

Die Preise von europäischer Kirsche und amerikanischer unterscheiden sich ein wenig. Liegt die europäische Kirsche
preislich (getrocknet und gesägt) z.Zt.(1/2014) bei ca. 1700€ wird die amerikanische etwa mit 2100€ gehandelt.

Bildquellen

Kirschenholz schimmert rötlich @ Wikipedia

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