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Einen Mauersturz einbauen

Einen Mauersturz einbauen

Mauersturz aus Beton einbauen

Ein Mauersturz muss sein – auf jeden Fall, wenn Sie eine tragende Wand entfernen wollen. Warum? Damit die Last der darüber liegenden Stockwerke und natürlich auch des Daches, gleichmäßig bis hinunter ins Fundament verteilt und flüssig abgeleitet werden. Ganz schöner Aufwand – aber muss sein. Wir zeigen Ihnen, wie´s geht.

Ein Mauersturz bei einem Wanddurchbruch

Wollen Sie eine nicht tragende Wand entfernen, müssen Sie nicht unbedingt einen Sturz einbauen, sondern können diese einfach entfernen. Allerdings sollten Sie sich ganz sicher sein, dass es sich nicht doch um eine tragende Wand handelt. Im Zweifelsfall lieber einen Sturz einbauen oder – letztlich weniger aufwändig, wenn auch nicht unbedingt billiger – einen Statiker holen somit Gewissheit, dass Sie mit Ihrer Vermutung was die fragliche Wand betrifft, richtig liegen.

Bei tragenden Wänden ist in jedem Fall Vorsicht geboten. Bevor Sie an einer tragenden Wand herumklopfen, müssen Sie – mindestens einen oder sogar zwei Stürze in die Wand einbetonieren.

Die Mauerstürze sind in der Regel aus Beton bzw. einbetonierten Stahlträgern und können dadurch eine ganze Menge an Traglast aushalten. Über einen Sturz werden die auf der Mauer drückenden Kräfte um den Durchbruch herum in die Wände und dann weiter bis ins Fundament des Haues geleitet.

Dabei sollte der Abstand zwischen geplantem Durchbruch und den einbetonierten Stürzen mindestens 25 cm rechts und links betragen.

Bevor Sie loslegen …

Den Mauersturz brauchen Sie nicht selbst zu bauen. Geht zwar sicher auch, ist aber nicht empfehlenswert. Messen Sie besser genau aus, wie viele Stürze in welcher Größe Sie benötigen und kaufen dann die erforderliche Anzahl an Mauerstürzen in einem Baumarkt.

Eigentlich in allen gängigen Baumärkten sind Stürze in verschiedenen Größen und Stärken (Normalsturz und Flachsturz) zu haben. Auch das Material der Stürze variiert zwischen Beton mit oder ohne Stahlträger und Ziegelstein.

Seien Sie darauf gefasst, dass ein Mauerdurchbruch und der damit verbundene Einbau eines Sturzes richtig fett Dreck und Schutt erzeugt. Damit Sie mit dem ganzen Abfall am Ende nicht dastehen, beauftragen Sie schon vorab einen Entsorgungsdienst für Abrissarbeiten, wie ihn zum Beispiel solche Firmen wie fink-dienstleistungen.de anbieten.

Soweit zu den logistisch aufwändigen Vorbereitungen. Ansonsten brauchen Sie an Werkzeug und Material:

  • einem möglichst handlichen Stemmhammer für den Abbruch
  • eine Winkelschleifer für die geraden Kanten
  • einen Hammer – genauer gesagt einen Fäustel (ohne Schräge) für einzelne Mauersteine
  • einen Meißel bzw. Stemmeisen  – ebenfalls zum Entfernen einzelner Mauersteine
  • Zementmörtel
  • Mörtelkelle, Eimer, Wasser etc.

Außerdem brauchen Sie eine gut sitzende Schutzausrüstung für sich selbst: Handschuhe, Gehörschutz, Mundschutz (wegen des ätzenden Feinstaub´s) und eine Schutzbrille.

Umrisse für den Sturz anreißen

Die Breite eines jeden Sturzes errechnen Sie sich aus der vorgesehenen Breite des Lochs in der Mauer + je 25 cm rechts und links. Bevor Sie den Sturz einbetonieren, entfernen Sie – möglichst geizig – nur die dafür nötigen bzw. überflüssigen Mauersteine, sodass Sie dann eine längliche Vertiefung haben, in die der Sturz hineinpasst.

Damit das klappt – nicht einfach loshämmern, sondern vorher die Umrisse des einzumauernden Sturzes anreißen. Lassen Sie Herausklopfen mit Hammer und Meißel oder auch dem Stemmhammer genügend Luft – etwa zwei bis drei

Für das Einpassen des Sturzes werden Sie – grad bei schweren Stürzen – mehrere Personen brauchen und ggf. auch Hilfskonstruktionen, um die Last in die entsprechende Höhe zu hieven.

Anschließend spachteln Sie den Sturz in das Mauerwerk ein. Dafür möglichst Kalkzement oder Zementmörtel nehmen (keinen Sandmörtel), denn das Zementgemisch muss einigen Druck aushalten, wenn es durchgetrocknet bzw. abgebunden hat. Aus gleichem Grunde: Verpressen Sie den Zement möglichst fest in alle Fugen, sodass der Sturz von allen Seiten Halt hat.

Bei sehr schweren Stürzen empfiehlt es sich deshalb auch, vor dem Einbringen des Sturzes eine Verschalung zu bauen, die Sie ggf. auch noch von außen abstützen können.

Zwei Stürze einbauen wenn die ganze Wand raus soll

Wollen Sie nicht nur einen Mauerdurchbruch, zum Beispiel für eine Tür oder einen Durchgang, sondern die Wand komplett entfernen, müssen Sie zwei Stürze nebeneinander in die Wand einbauen. Das Einmauern der Stürze geschieht aber bitte nicht gleichzeitig. Erst den einen Sturz und wenn dieser hält und tut, was er soll, den zweiten.

Andernfalls könnte Ihnen genau das passieren, was Sie ja verhindern wollen – die Decke fällt Ihnen ganz oder teilweise auf den Kopf.

Bildquellen:

@ youtube /-EJll06E8vE

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